Stabilisierung der Hornhaut ohne Keratoplastik
Bisher gab es außer einem Crosslinking-Versuch nur noch eine Möglichkeit: eine aufwändige Voll-Transplantation (Perforierende Keratoplastik). Seit kurzem steht mit der neuen Bowman-Transplantation ein hoffnungsvolles, besonders schonendes Verfahren bereit, mit dem wir oft eine perforierende Keratoplastik vermeiden können. Dieses minimal-invasive Verfahren gibt der Hornhaut wieder eine ausreichende Festigkeit. Nur wenige spezialisierte Zentren in Deutschland wenden diese revolutionäre Methode an. Unsere Augenklinik Sulzbach führt die Bowman-Transplantation erstmals mit dem Laser durch.

Wussten Sie schon?
Nur wenige spezialisierte Zentren bieten eine Bowman-Transplantation an. Unsere Augenklinik Sulzbach führt die Bowman-Transplantation erstmals besonders präzise mit dem Laser durch.

 

Vorgehensweise Bowman-TransplantationSo funktioniert die revolutionäre Bowman-Transplantation mit Laser
Die Bowman-Membran ist die stärkste Schicht in der Hornhaut. Sie liegt direkt unter dem oberflächlichen Epithel und ist nur 20 µm dick, trägt jedoch wesentlich zur Rigidität (Steifigkeit) der Hornhaut bei. Wir präparieren eine gesunde Bowman-Membran in unserer Reinraum-Gewebebank und bereiten sie zur Transplantation vor.
Mit dem neuen Niedrigenergie-Femtolaser schneiden wir eine Tasche in das kranke Hornhaut-Stroma. Dort setzen wir die gesunde Bowman-Lamelle ein. Sie stabilisiert so die kranke Hornhaut bei Keratokonus.

Die Vorteile der Bowman-Transplantation:

  • Stabilisierung des Keratokonus
  • Kein Austausch von Hornhautgewebe
  • Keine Nähte und somit kein Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)
  • Erstmals präzise mit Laser durchführbar
 

Warum Bowman-Transplantation?
Solange die Sehkraft noch mit Brille oder Kontaktlinsen gut zu korrigieren ist, genügt es, den Keratokonus zu stabilisieren, also den Zustand auf dem Niveau einzufrieren, wie er ist. Die Einführung des Crosslinking hatte erstmals gezeigt, dass das möglich ist. So wurde vielen Menschen eine Transplantation erspart. Jedoch ist ein Crosslinking nicht immer ausreichend erfolgreich.
Mit einem neuen Verfahren können wir die Stabilisierung der Hornhaut weiter verstärken, ohne einen Austausch der Hornhaut vorzunehmen. Denn die hauchdünne Bowman-Lamelle ist der widerstandsfähigste Teil der Hornhaut. Obwohl sie nur 20 µm dick ist, bringt Sie einen entscheidenden Beitrag zur Hornhaut-Rigidität (Steifigkeit). Studien zeigen, dass diese Bowman-Membran gerade bei Keratokonus besonders früh geschädigt ist. Deshalb wird vermutet, dass eine kranke Bowman-Membran die natürliche Rigidität der Hornhaut schwächt und für den Keratokonus mitverursachend ist.

Zur Info:
Bei der Bowman-Transplantation erfolgt kein Gewebeaustausch. Es wird lediglich eine hauchdünne Lamelle von einer gesunden Hornhaut mit dem Laser präpariert und in eine Laser-Tasche eingesetzt. In vielen Fällen vermeiden wir somit eine Hornhauttransplantation.

 

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