Wie man eine Hornhauterkrankung erkennt
Alles, was die Hornhaut trübt oder verkrümmt, wirkt sich negativ auf die Sehleistung aus. Eine Hornhauterkrankung macht sich deshalb irgendwann durch schlechte Sicht bemerkbar. Jedoch können einige Krankheiten sehr langsam verlaufen und im Frühstadium nicht erkannt werden. So mancher Keratokonus-Patient lässt sich jahrelang immer neue Brillen anpassen, bis seine Krankheit erkannt wird. Dabei ist eine frühe Diagnose oftmals entscheidend für einen Therapieerfolg. Dann profitieren Sie von den neuen, schonenden Behandlungsmöglichkeiten, mit denen wir große Transplantationen häufig vermeiden können.

Dr. med. Marc A. Macek, Oberarzt

Wussten Sie schon?
„Grundsätzlich gilt: Wenn Sie eine Verschlechterung der Sehkraft bemerken, gehen Sie zum Augenarzt! Eine Augenuntersuchung tut nicht weh und gibt Ihnen Sicherheit. Je früher eine Erkrankung erkannt wird, umso besser können wir helfen.“

- Dr. med. Marc A. Macek, Oberarzt
 

Selbst erkennbare HornhauterkrankungenWas Sie selbst bemerken können
Eine Hornhauttrübung bemerken Sie durch ein Nachlassen der Sehschärfe und erhöhte Blendempfindlichkeit. Bei einer Hornhauterkrankung wie der Fuchs’schen Endotheldystrophie sind die Symptome morgens nach dem Aufwachen stärker und bessern sich im Tagesverlauf. Beim trockenen Auge ist das umgekehrt: Sehanstrengungen wie Lesen oder Computerarbeit verschlechtern die Symptome.
Die Augenkrankheit Keratokonus macht sich zuerst durch häufige Änderungen der Brillenstärke bemerkbar (oft mit Veränderung der Achse), wobei die Kurzsichtigkeit nie ganz wegkorrigiert werden kann. Auch Doppelbilder, Schlieren und sternförmige Strahlen können auftauchen. Achten Sie vor allem darauf:

  • Häufig wechselnde Brillenstärke
  • Milchiges, verschwommenes Sehen
  • Schwankende Sehkraft im Tagesverlauf
  • Blendempfindlichkeit
  • Rötung und Brennen des Auges (Sandkorngefühl)
 

Achtung
Symptome wie nachlassende Sehschärfe und Blendempfindlichkeit treten nicht nur bei Hornhauttrübung auf, sondern auch beim grauen Star. Der graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Linse, die im Alter sehr häufig vorkommt und gut behandelt werden kann. Eine endgültige Diagnose, woher der Sehkraftverlust kommt, kann nur der Augenarzt stellen.

 

HornhautmessungModerne Hornhaut-Diagnostik
Inzwischen gibt es moderne Geräte zum exakten Vermessen der Hornhaut. Besonders wichtig ist die Messung der Krümmung (Topographie) und Dicke (Pachymetrie) der Hornhaut. Gerade bei einem Keratokonus lässt sich der evtl. bereits entstandene Schaden genau einschätzen und der Verlauf bestmöglich kontrollieren. Die Pumpzellen der Hornhaut können wir mit der Endothelzellmikroskopie genau beurteilen. In unserer Hornhaut-Spezialsprechstunde finden Sie ein erfahrenes Ärzte-Team, das über die modernsten Diagnostik-Geräte verfügt und Ihnen zur sicheren Diagnose verhilft.

Die folgenden diagnostischen Verfahren bringen Klarheit

SpaltlampenuntersuchungSpaltlampenuntersuchung
Die Spaltlampe, das Standard-Instrument in jeder augenärztlichen Praxis, erlaubt bereits eine recht gründliche Untersuchung der Hornhaut und eine Beurteilung, welche Ursache vermutlich hinter der Hornhauttrübung steckt. Mit weiteren Diagnoseverfahren präzisieren wir das Ergebnis.

 

Wussten Sie schon?
Die Spaltlampe, das wohl vielseitigste und wichtigste Untersuchungsinstrument der Augenheilkunde, ist in seiner Grundform schon über 100 Jahre alt. Die Spaltlampe wurde bereits 1911 von dem schwedischen Mediziner und Nobelpreisträger Allvar Gullstrand eingeführt. Dieses optische Gerät bietet die Möglichkeit, einen scharf begrenzten spaltförmigen Lichtstrahl auf das Auge zu richten. Gleichzeitig können alle Abschnitte des Auges durch ein Auflichtmikroskop untersucht werden.

 

Scheimpflug-KameraScheimpflug-Kamera
Eine Scheimpflug-Kamera erzeugt eine Schnittbilddarstellung des vorderen Augenabschnitts in verschiedenen Ebenen. Daraus lässt sich ein 3D-Modell der gesamten Hornhaut berechnen.

 

Hornhaut-TopographieHornhaut-Topographie
Diese Untersuchung ist bei allen Formen der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) angezeigt; vor allem beim Keratokonus, der krankhaften kegelförmigen Vorwölbung. Durch Projektion von Ringen auf die Hornhaut (sog. Placido-Scheiben) und deren computergesteuerte Vermessung erfassen wir das Ausmaß der Hornhautverkrümmung. Die einzelnen Brechungswerte der Hornhaut werden in Dioptrie gemessen und als Oberflächentopographie, wie bei einer Landkarte, farbig dargestellt.

PachymetrieMessung der Hornhautdicke (Pachymetrie)
Zusätzlich ist es sinnvoll, die Hornhautdicke zu messen, denn sie ist bei der Bewertung der Operationsindikation zu berücksichtigen. Die Dicke der Hornhaut ist ein guter Gradmesser für die Funktion der inneren Pumpzellen: Je schlechter ihre Funktion, umso mehr quillt die Hornhaut auf und wird dicker. Die präzise Dickenmessung der Hornhaut ist vor jeder Entscheidung für eine Transplantation erforderlich.

EndothelzellmikroskopieKonfokale Hornhautmikroskopie (Zählung der Pumpzellen)
Mit einem hochauflösenden Laserscan der Hornhaut ist eine genaue Untersuchung der inneren Pumpzellen (Endothel) der Hornhaut möglich (Konfokale Mikroskopie). Die Endothelzellen regenerieren sich nicht, die Zelldichte geht im Laufe des Lebens langsam zurück. Unterschreitet die Zelldichte eine bestimmte Schwelle, kann das Endothel seine Funktion nicht mehr erfüllen. Zuviel Wasser strömt ein, die Hornhaut schwillt an und wird trüb. Die Hornhautmikroskopie ist wichtig bei Patienten mit Erkrankungen des Endothels. Sie wird bei der Untersuchung von Endotheldystrophien sowie zur Kontrolle des Heilungsverlaufs nach einer Transplantation eingesetzt.

Keratokonus-FrüherkennungKeratokonus-Früherkennung mit Belin-Ambrosio
Damit wir eine Hornhauterkrankung, wie den Keratokonus, bereits im Frühstadium erkennen, sind Informationen über die Krümmung der Hornhautvorderfläche und Daten aus der Pachymetrie alleine nicht ausreichend. Die neue Keratokonus-Früherkennung basiert auf einer erweiterten Keratektasie-Darstellung nach Belin und Ambrosio. Hierbei handelt es sich um einen Keratokonusindex, der auf Höhendaten und Dicke der Hornhaut basiert. So können wir einen Keratokonus bereits im Frühstadium erkennen und minimal-invasiv behandeln.

Vorderabschnitt-OCTVorderabschnit-OCT
Eine neue, hoffnungsvolle Untersuchungstechnik mit kurzkohärentem Licht hilft uns, hochauflösende Bilder der Hornhaut anzufertigen. Das Vorderabschnitt-OCT zeigt die einzelnen Schichten der Hornhaut im Detail und hilft uns bei der Beurteilung der Hornhautdicke. Gerade bei einem Keratokonus können wir die verschiedenen Stadien der Erkrankung gut darstellen.

 

Komfortstation 1Komfortstation mit Hotelfeeling
Für einen besonders angenehmen Aufenthalt während Ihres stationären Eingriffs empfehlen wir Ihnen unsere Komfortstation.

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06897 / 574-1121

Notfallambulanz (Pforte, außerhalb der Callcenter-Sprechzeiten):
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66280 Sulzbach

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Leiter Transplantationszentrum

Chefarzt Prof. Dr. Peter Szurman

Prof. Dr. med. Peter Szurman
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neu-Stammzelltherapie der Hornhaut

Schwerste Hornhauterkrankungen behandeln wir in vielen Fällen schonend mit einer neuen Stammzell-Transplantation. Dieses Verfahren setzen wir bei Verätzungen, Verbrennungen und Entzündungen ein.

 

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Stammzelltherapie der Hornhaut

neu-Neue Oberflächenbehandlung der Hornhaut

Häufig sind Hornhauterkrankungen nur oberflächlich. Mit einer Excimerlaser-Behandlung können wir viele oberflächliche Hornhauterkrankungen innerhalb von wenigen Minuten behandeln. Die Laser-„Politur“ glättet die Hornhaut.

 

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Neue Oberflächenbehandlung der Hornhaut

neu-NEU: Femto-Bowman Transplantation

Bei Keratokonus können wir mit der neuen Bowman-Transplantation häufig eine Volltransplantation vermeiden. Wir führen die revolutionäre Behandlung erstmals mit dem Laser durch.

 

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Femto-Bowman Transplantation

neu-Moderne Keratokonus-Behandlung

Eine moderne Stufentherapie hilft uns, in jedem Stadium des Keratokonus meist ein gutes Sehen zu erhalten, ohne dass eine Voll-Transplantation notwendig wird: Vom Crosslinking bis zur Femto-DALK.

 

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Moderne Keratokonus-Behandlung

neu-Schonende Excimerlaser-Transplantation

Wir haben als erste Klinik bereits 2011 die „perforierende Keratoplastik“ mit der neuen PALK Excimerlaser-Technologie durchgeführt. Damit erreichen wir eine schnellere Heilung und bessere Sehkraft.

 

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Excimerlaser-Transplantation

KTQ Zertifikat

Wussten Sie schon?

Unser hohes Maß an Qualität wurde uns als erster Klinik im Saarland offiziell zertifiziert. Das KTQ-Siegel steht für Patientenorientierung, geprüfte Qualität und Sicherheit.