Nach dem Studium der Humanmedizin in Paris und Essen begann Prof. Szurman 1996 seine Facharztausbildung an der Universitäts-Augenklinik Köln. Nach seiner Facharztanerkennung wechselte er im Jahr 2001 als Oberarzt an die Universitäts-Augenklinik Tübingen. Die Habilitation erfolgte 2007 über neue Behandlungsmöglichkeiten der Makuladegeneration. Im Folgejahr wurde er zum leitenden Oberarzt und stellvertretenden Direktor der Tübinger Augenklinik ernannt. Gleichzeitig übernahm er die Forschungsprofessur und Sektionsleitung für „Experimentelle Ophthalmochirurgie“.
Im September 2010 erfolgte die Berufung an die Augenklinik Sulzbach. Prof. Szurman verfügt über umfangreiche operative Erfahrungen im vorderen und hinteren Augenabschnitt und gilt als anerkannter Experte in der minimal-invasiven Augenchirurgie. Auf diesem Gebiet hat er zahlreiche neue Operationsverfahren wissenschaftlich entwickelt und in die Augenchirurgie eingeführt.
Seine Leidenschaft gilt insbesondere der Netzhaut- und Stammzelltherapie sowie der Transplantationschirurgie. Auf diesem Gebiet wurde er mehrfach ausgezeichnet. Für seine Arbeiten zur Behandlung der Makuladegeneration erhielt er 2007 den großen Forschungspreis der Deutschen Ophthalmochirurgen. Er ist Reviewer und Editorial Board Mitglied mehrerer internationaler Fachzeitschriften. In der FOCUS-Ärzteliste wird er seit 6 Jahren in Folge als führender Experte für Augenchirurgie empfohlen.

 
Wissenschaftliche Schwerpunkte
Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung neuer Operations- und Transplantationstechniken. Mit der Entwicklung und Patentierung des weltweit ersten Transplantationssystems für moderne Teiltransplantate hat sein Forscherteam 2012 die Weiterentwicklung der lamellären Hornhauttransplantation entscheidend geprägt. Die Sulzbacher Glaskartusche erlaubte erstmals die berührungsfreie Transplantation von Hornhaut-Lamellen und ist immer noch das weltweit am häufigsten verwendete Mikroinjektorsystem für Hornhaut-Teiltransplantate. Derzeit führt sein Forscherteam das weltweit erste Transplantationssystem für vorgeladene Augenhornhaut (Preloaded DMEK) ein. Dieses neue Verfahren wird es mehr Augenärzten als bisher ermöglichen, Hornhauttransplantationen schonend und sicher durchzuführen.
Der zweite Schwerpunkt liegt in der Behandlung von schweren Netzhauterkrankungen. Prof. Szurman beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung und Implantation von neuronale Mikrochips in das Auge (Netzhautchip) und hält hierzu zwei Patente auf die Operationsmethode. Er gehörte zum Operationsteam, das 2006 die weltweit erstmalige Langzeit-Implantation einer funktionellen neuronalen Sehprothese (Retina Implant) am Menschen durchführte. Erstmals konnten vollständig erblindete Patienten wieder Gegenstände erkennen und einzelne Worte lesen.
Inzwischen unterhält die Augenklinik mehrere Forschergruppen im eigenen Reinraum-Labor, Entwicklungspartnerschaften mit renommierten Medizintechnik-Firmen, eine Forschungskooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in Sulzbach und ein klinisches Studienzentrum. Mit der Inbetriebnahme einer der modernsten Reinraumanlagen in Deutschland für die zertifizierte Herstellung von hochwertigem Augenhornhautgewebe hat die Augenklinik 2016 eine führende Position in der wissenschaftlichen Gestaltung der Hornhaut-Transplantation eingenommen.
Klinische Schwerpunkte
Unter der Leitung von Prof. Szurman hat sich die Augenklinik in den vergangenen Jahren konsequent auf innovative und mikro-invasive Behandlungsmethoden spezialisiert, die deutlich schonender sind als die alten, großen Augen-Operationen. Diese Entscheidung hat das Wachstum der Klinik erheblich beeinflusst. Mit einer jährlichen Leistungssteigerung von über 20% gilt die Augenklinik als eine der am schnellsten wachsenden Kliniken in Deutschland. Mit jährlich 22.000 Operationen in sieben neuen, hochmodernen Operationssälen hat sich die Klinik inzwischen zu einer der größten Augenkliniken in Deutschland entwickelt und ist weit über die Landesgrenzen hinaus anerkannt. Jedes Jahr behandeln 30 spezialisierte Ärzte und ein engagiertes Pflegeteam 40.000 ambulante und fast 5.200 stationäre Patienten. Unter den ärztlichen Mitarbeitern finden sich zahlreiche renommierte Experten, die in 16 Ambulanzen und Spezialsprechstunden tätig sind.
Dabei betreut die Klinik Patienten von der Eifel über das Rheintal bis zum Schwarzwald, Schwaben und Baden, sowie Luxemburg und Frankreich. Für bestimmte Kompetenz-Verfahren interessieren sich Patienten aus ganz Europa. Seit 2015 gilt die Klinik als größtes Zentrum für große Netzhaut-Glaskörper-Operationen (> 1.700 Vitrektomien pro Jahr) in Deutschland.
Mitgliedschaften

Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

  • 1994 - Gesellschaft für biologische Chemie (GbCh)
  • 1996 - Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)
  • 1996 - Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA)
  • 1997 - Association for Research in Vision and Ophthalmology (ARVO)
  • 2003 - Deutsche Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation (DGII)
  • 2003 - Retinologische Gesellschaft (RG)
  • 2003 - European Society of Cataract and Refractive Surgery (ESCRS)
  • 2004 - Deutsche Ophthalmochirurgen (DOC)
  • 2004 - American Academy of Ophthalmology (AAO)
  • 2006 - American Society of Cataract and Refractive Surgery (ASCRS)
  • 2006 - Club Jules Gonin
  • 2007 - Euretina
  • 2007 - Société Française d'Ophtalmologie (SFO)
  • 2009 - European Vitreoretinal Society (EVRS)

Wissenschaftlicher Beirat

  • 2008 - Wissenschaftlicher Beirat, Firma HumanOptics
  • 2009 - Wissenschaftlicher Beirat, Firma 1stQ
  • 2009 - Wissenschaftlicher Beirat, Dutch Ophthalmic Research Center (DORC)
  • 2011 - Wissenschaftlicher Beirat, Firma Dr. Schmidt Intraokularlinsen
  • 2011 - Wissenschaftlicher Beirat, Firma Geuder
  • 2011 - International Strategic Advisory Board, Abbot Medical Optics
  • 2013 - International Advisory Board, Alcon
  • 2013 - International Advisory Board, DORC
  • 2014 - Deutscher Gründerfond
Publikationsverzeichnis

Verzeichnis der wichtigsten zehn Publikationen

  • 1. Zrenner E, Bartz-Schmidt KU, Benav H, Besch D, Bruckmann A, Gabel VP, Gekeler F, Greppmaier U, Harscher A, Kibbel S, Koch J, Kusnyerik A, Peters T, Stingl K, Sachs H, Stett A, Szurman P, Wilhelm B, Wilke R. Subretinal electronic chips allow blind patients to read letters and combine them to words. Proc Biol Sci 2011; 278: 1489-1497 [IF 5.683]
  • 2. Spitzer MS, Kaczmarek RT, Yoeruek E, Petermeier K, Wong D, Heimann H, Jaissle GB, Bartz-Schmidt KU, Szurman P. The distribution, release kinetics and biocompatibility of triamcinolone injected and dispersed in silicone oil. Invest Ophthalmol Vis Sci 2009; 50: 2337-2343 [IF 3.528]
  • 3. Szurman P, Petermeier K, Aisenbrey S, Spitzer MS, Jaissle G. Z-suture - A new knotless technique for transscleral suture fixation of intraocular implants. Br J Ophthalmol 2009; in press [IF 2.917]
  • 4. Zhu Q, Ziemssen F, Henke-Fahle S, Tatar O, Szurman P, Aisenbrey S, Schneiderhan-Marra N, Xu X, Grisanti S. Vitreous levels of bevacizumab and vascular endothelial growth factor-A in patients with choroidal neovascularization. Ophthalmology 2008; 115; 1750-1755 [IF 5.296]
  • 5. Yoeruek E, Spitzer MS, Tatar O, Biedermann T, Lüke M, Bartz-Schmidt KU, Szurman P. Toxic effects of recombinant tissue plasminogen activator on human corneal endothelial cells. Invest Ophthalmol Vis Sci 2008; 49: 1392-1397 [IF 3.528]
  • 6. Szurman P, Roters S, Grisanti S, Aisenbrey S, Rohrbach JM, Warga M, Gelisken F, Spitzer MS, Bartz-Schmidt KU. Primary silicone oil endotamponade in the management of severe intraocular foreign body injuries: an eight-year follow-up. Retina 2007; 27: 304-311 [IF 3.088]
  • 7. Szurman P, Sierra A, Kaczmarek R, Jaissle GB, Wallenfels-Thilo B, Grisanti S, Lüke M, Bartz-Schmidt KU, Spitzer MS. Different biocompatibility of crystalline triamcinolone deposits on retinal cells in vitro and in vivo. Exp Eye Res 2007, 85: 44-53 [IF 2.776]
  • 8. Szurman P, Roters S, Grisanti S, Aisenbrey S, Schraermeyer U, Lüke M, Bartz-Schmidt KU, Thumann G. Ultrastructural changes following artificial retinal detachment with modified retinal adhesion. Invest Ophthalmol Vis Sci 2006; 47: 4983-4989 [IF 3.766]
  • 9. Szurman P, Kaczmarek R, Spitzer MS, Jaissle GB, Decker P, Grisanti S, Henke-Fahle S, Aisenbrey S, Bartz-Schmidt KU. Differential toxic effect of dissolved triamcinolone and its crystalline deposits on cultured human retinal pigment epithelium (ARPE19) cells. Exp Eye Res 2006; 83: 584-592 [IF 2.776]
  • 10. Szurman P, Warga M, Roters S, Grisanti S, Heimann U, Aisenbrey S, Rohrbach JM, Sellhaus B, Ziemssen F, Bartz-Schmidt KU. Experimental implantation and long-term testing of an Intraocular Vision Aid in rabbits. Arch Ophthalmol 2005; 123: 964-969 [IF 3.274]

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